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Das ermöglicht den Eltern große Flexibilität Arbeiter-Samariter-Bund betreut Aue-Schüler
Wenn beide Eltern den ganzen Tag arbeiten, bekommen die Kinder – sofern sich niemand anders um sie kümmern kann – oft die Auswirkungen zu spüren. Sie sind allein zu Hause, schauen viel Fernsehen oder machen ihre Hausaufgaben nicht. Doch was tun, wenn die Familie das Geld braucht? Die Aue-Schule bietet seit Anfang März einen besonderen Service an, der es den Vätern und Müttern ermöglichen soll, ihre Kinder den ganzen Tag in der Schule unterzubringen, während sie ihrem Job nachgehen. Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes betreuen die zurzeit 20 Kinder nach Schulschluss, bis die Eltern sie abholen. „Jetzt sind die Kinder gut untergebracht und machen zusammen mit ihren Betreuern sogar die Hausaufgaben“, sagt Schulleiterin Angela Heußler erfreut.
Der ASB hat sich ein ausgereiftes Konzept überlegt. Der Clou: „Wir bieten einzelne Betreuungsmodule an, zwischen denen die Eltern wählen können“, erklärt der Geschäftsführer des ASB Offenbach, Wolfgang Schmidt, „So können sie ganz individuell ihre Kinder betreuen lassen, so lange es nötig ist.“
Inder Praxis sieht das so aus: Hat ein Kind etwa einige Freistunden, kann es ein Betreuungsmodul morgens in Anspruch nehmen, wieder in die Schule gehen und dann nachmittags in der Betreuung seine Hausaufgaben machen.
Damit die Kinder richtig versorgt sind, können die Eltern auch noch das Mittagessen-Modul dazukaufen. „Das ermöglicht den Eltern eine große Flexibilität“, meint Schmidt. Allerdings kann man nicht ständig zwischen den Modulen wechseln. „Wenn sich die Eltern einen Plan für ihr Kind zurechtgelegt haben, muss der auch eine ganze Weile durchgezogen werden“, schränkt der ASB-Geschäftsführer ein. Die Betreuung übernehme fachkundiges Personal. Dazu gehören neben Lehramtsstudenten auch erfahrene Mütter und Erzieherinnen.
Die Kosten für die einzelnen Module variieren. So schlägt die Voll-Betreuung von 11 bis 17 Uhr inklusive Mittagessen mit 153 Euro pro Monat zu Buche. Für eine Vormittagsbetreuung an zwei Tagen in der Woche werden dagegen nur 69 Euro fällig.
Dass eine Betreuung in dieser Form überhaupt Angeboten wird, ist auf die Stadt Dietzenbach zurückzuführen, die das Angebot mit 7500 Euro im Jahr unterstützt. „Wir haben uns das Modell jetzt erst mal einige Zeit angeschaut und sind positiv überrascht“, zeigt sich Erster Stadtrat Werner Hoch (SPD) erfreut. „Wenn das Angebot auch weiterhin so gut angenommen wird, könnte man sich überlegen, dieses Modell auch an anderen Schulen einzuführen.“ Allerdings müsse die Initiative dafür von den Schulen selbst kommen.
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