ASB-Ortsverband Offenbach  
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Dementenbetreuung

Die Situation vieler Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen ist problematisch. Die Leistungen der Pflegekassen und anderer Kostenträger reichen oftmals nicht aus, um den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen gerecht zu werden. Für die pflegerische Versorgung durch professionelle Leistungsanbieter sowie zur Unterstützung im hauswirtschaftlichen Bereich stehen in Abhängigkeit von der festgestellten Pflegestufe nur begrenzte Beträge je Kalendermonat zur Verfügung. Darüber hinaus gehende betreuerische Leistungen werden von den Kostenträgern im ambulanten Bereich in der Regel nicht finanziert.

Besonders schwierig ist die Situation von altersverwirrten, psychisch kranken bzw. alzheimerkranken Menschen, die zuhause gepflegt werden. Zwar erhält der betroffene Personenkreis nach dem Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz für spezielle Leistungen der Betreuung einen Betrag, dieser reicht jedoch bei weitem nicht aus, um die Angehörigen spürbar zu entlasten.

Etwa eine Millionen Menschen in Deutschland leiden an dementiellen Erkrankungen entweder in Form der Alzheimer-Krankheit oder als Folge von Durchblutungsstörungen oder anderer Ursachen. Die Tendenz ist steigend.

Die Erkrankungen haben oft einen schleichenden Verlauf und reichen von harmlosen Gedächtnisstörungen bis hin zu Wesensveränderungen, Unruhe, Angstzuständen, der Umkehr des Schlaf-Wach-Rhythmus oder einer reduzierten Sprache. Ein körperlicher Verfall steht oft am Ende des Krankheitsverlaufs.

Die Angehörigen von verwirrten und psychisch kranken alten Menschen stehen den Krankheitssymptomen und Verhaltensweisen dieser Menschen gegenüber. Die Belastung der pflegenden Angehörigen und Familien mit einem kranken älteren Menschen liegt oft an der Grenze des Leistbaren. Die schleichenden Veränderungen sind für die Angehörigen nur schwer zu ertragen. Die geliebte Mutter, die ihr Leben hindurch für die Familie gesorgt hat, wird auf einmal zum hilflosen Kind; Freunde und Bekannte ziehen sich zurück, weil sie das Schicksal der Betroffenen und deren permanente Überlastung nicht ertragen können.

Oft sind es Kleinigkeiten, die die Situationen erträglicher und humaner gestalten könnten. Ein Friseurbesuch, mal wieder in Ruhe die Zeitung lesen, eine Tasse Kaffee trinken, einfach nur einmal in Ruhe die Wohnung aufräumen oder einen Spaziergang machen. Diese so selbstverständlichen Dinge sind für die Angehörigen der Demenzkranken oft unerreichbar. Besonders häufig klagen die Betroffenen über Gefühle der Hilflosigkeit und Isolation.

In Offenbach bieten wir seit dem 01. Januar 2008 regelmäßig Freitags von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr diese Betreuung an. Sie findet in den Räumlichkeiten des Seniorentreff Nordend in der Pirazzistr. 18 in Offenbach statt.

KOCHGRUPPE FÜR DEMENZKRANKE

Das gemeinsame Vor- und Zubereiten des Mittagessens steht im Mittelpunkt, daneben wird gesungen, erzählt, gespielt oder ein kleiner Spaziergang gemacht.


Sie sind betroffen? Sie möchten sich auch einmal eine Auszeit gönnen?

Sie möchten helfen? Sie möchten vier Stunden Ihrer Zeit in der Woche spenden und die Gruppe als ehrenamtlicher Helfer unterstützen?


Nähere Informationen hierzu erhalten Sie über unsere "ASB-Sozialstation Offenbach" bei Frau Wiesner oder Frau Stübing unter Telefon 069 / 985444-62 oder 069 / 985444-907

Ansprechpartner

Christine Stübing
(Pflegedienstleitung)
 
Tel.: 069/985444662
Fax: 069/985444679

Ursula Wiesner
(Beauftragte für Gerontopsychiatrie)
 
Tel.: 069/985444-907
Fax: 069/985444-76


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