ASB-Ortsverband Offenbach  
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Katastrophenschutz

Der Katastrophenschutz in der Bundesrepublik Deutschland dient der Katastrophenabwehr und der Katastrophenbekämpfung. Er kann unter anderem bei Naturkatastrophen, wie Hochwasser, Stürmen und Erdbeben, aber auch bei Industriekatastrophen, wie Kraftwerksunfällen (s. Tschernobyl) und Chemieunfällen sowie großen Unfällen im Verkehrsbereich (Eisenbahn- und Flugzeugunfälle) eingesetzt werden. Der Katastrophenschutz wird gesetzlich durch die Bundesländer geregelt. Der Bund ist für die Ergänzung des Katastrophenschutzes im Kriegs- oder Verteidigungsfall zuständig (= sogen. Zivil- und erweiterter Katastrophenschutz).

Auf der örtlichen Ebene sind die Landkreise und die kreisfreien Städte für die Organisation und Durchführung des Katastrophenschutzes verantwortlich. Die Helfer und die Einsatzfahrzeuge werden dabei überwiegend von den freiwilligen Hilfs- und Katastrophenschutz- organisationen, wie dem Arbeiter-Samariter-Bund, dem Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter-Unfall-Hilfe, dem Malteser-Hilfsdienst, den Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk gestellt und besetzt. Diese Organisationen verfügen zusammen über 1,5 Millionen Helfer, die bei Katastrophen oder ähnlichen Gefahrensituationen bundesweit eingesetzt werden können.

Besondere Bedeutung kommt dabei auch den vom Wehr- und Zivildienst freigestellten aktiven Helfern zu, die sich für einen mindestens siebenjährigen Dienst im Katastrophenschutz verpflichten können. Diese Dienstverpflichtung kann in den Organisationen ASB, DRK, JUH, MHD, THW und Feuerwehren über die jeweilige örtliche Katastrophenschutzbehörde (Stadt- oder Landkreis) erfolgen.

Der Arbeiter-Samariter-Bund arbeitet seit Jahrzehnten konstruktiv im Zivil- und Katastrophenschutz mit und hat die Reformen der jüngsten Zeit auf diesem Gebiet mit vielfältigen Vorschlägen und konzeptionellen Ansätzen aktiv unterstützt. Auf breite Akzeptanz stoßen dabei vor allem die Vorschläge des ASB, in Deutschland ein integriertes Hilfeleistungssystem, bestehend aus dem Rettungsdienst, den technischen Diensten sowie dem Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz vernetzt aufzubauen und zum Schutz der Bevölkerung zu betreiben.

Ein wichtiges Bindeglied zwischen den einzelnen Diensten stellen dabei nach Ansicht des ASB sogenannte "Schnell-Einsatz- Gruppen (SEG)" für die verschiedenen Einsatzanforderungen dar.


Katastrophenschutz im ASB Offenbach

Der ASB Offenbach unterhält zur Zeit zwei Katastrophenschutzzüge, einen Sanitätszug des Bundes sowie einen Betreuungszug, der u.a. für die Verpflegung der Helfer zuständig ist. Vielen ehrenamtlichen Helfern, die ihre Zeit und Arbeitskraft völlig unentgeltlich zur Verfügung stellen, bietet der Katastrophenschutz auch die Möglichkeit, sich als Ersatzdienst für die Wehrpflicht zu verpflichten. Diese Verpflichtungszeit beträgt im Moment sieben Jahre bei einem jährlichen Stundenaufwand von ca. 112 Stunden. Natürlich freuen wir uns über jede Neuverpflichtung.

Der Sanitätszug ist mit der kompletten medizinischen Betreuung von Verletzten im Großschadens- und Katastrophenfall betraut. Hierzu unterhält der Sanitätszug eine Arztgruppe (verstärkt durch erfahrene Mediziner) sowie eine Sanitätsgruppe, die sich vor allem mit dem Transport der Verletzten beschäftigt.

Vor eineinhalb Jahren rief der damalige Zugführer des Sanitätszuges, um dem hohen Ausbildungsstand des Zuges Rechnung zu tragen, die Rettungsdienstunterstützungseinheit ins Leben. Sie verstärkt den normalen Rettungsdienst bei Engpässen und bei Schadensfällen, die noch unterhalb des Katastrophenfalles angesiedelt sind. Diese Einheit untersteht im Einsatz beim ASB Offenbach mittlerweile dem Bereichsleiter Rettungsdienst und dem Organisatorischen Einsatzleiter. Auch das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter Unfallhilfe unterhalten eine solche Einheit. Natürlich kann ein einsatzfähiger Katastrophenschutz für die Bevölkerung nur dann aufrecht erhalten werden, wenn alle Einheiten zusammenarbeiten, gerade jetzt in der Zeit der Etatkürzungen und der kompletten Umstrukturierung des Gesundheitswesens.

Ansprechpartner

Dirk Trageser Stefen Ofenstein
(Katastrophenschutz / Betreuungszug / Sanitätszug)
 
Tel.: 069/9854440
Fax: 069/985444644


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